Das englische Kürzel Laser steht für Light Amplification by Simulated Emission of Radiation (Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission),
eine Technik die älter ist als wir annehmen. 1960 in einem kalifornischen Versuchslabor entdeckt, wurde sie alsbald weltberühmt und bewährte sich in
verschiedenen industriellen und medizinischen Fachbereichen.
Seit rund 10 Jahren hat sich der Laser auch in einigen chirurgischen Praxen und Schönheitskliniken durchgesetzt. Die Fortschritte in diesem Bereich
ermöglichen eine immer präzisere Lichtdosierung und Eingrenzung der zu behandelnden Stellen.
Die kosmetische Bandbreite an laserchirurgischen Eingriffen im Bereich der Dermatologie und plastischen Chirurgie reicht von der Epilation über die Glättung
von Falten und Fältchen bis hin zu Beseitigung von Malen, Flecken, Gefässerweiterungen, Aknenarben und Tätowierungen.
Laserepilation
Die Enthaarung ist mit Laser zwar recht dauerhaft, jedoch nicht definitiv! Eine langfristige Lösung erfordert wiederholte Anwendungen. Die nachwachsenden Härchen
sind aber feiner, dünner und heller. Sogenannte Epilationslaser funktionieren nach einem einfachen Prinzip:
Die Wellenlänge des Lichtes wird von jeder Substanz aufgenommen, die Pigmente, also Melanin, enthält. In der Haut sind das vorallem die Härchen. Eine wirksame Laserepilation
erfordert in der Regel fünf bis zehn Sitzungen, die Intervalle sind von der zu enthaarenden Stelle und der Person abhängig. Diese Methode eignet sich vorallem
für Menschen mit dunklen Härchen (viel Melanin) und heller Haut (wenig Melanin). Dunkelhäutige Typen (viel Melanin) und Personen mit blonden oder weissen Härchen (wenig
Melanin) müssen aber darauf verzichten. Bei ihnen würde der Laser die Pigmente in der Haut angreifen und so zu Verbrennungen führen. Die Behandlung kann zu jeder Jahreszeit
vorgenommen werden, doch muss die betroffene Hautstelle ein bis drei Monate zuvor zwingend vor Licht geschützt werden. Nur so kann ein maximaler Kontrast zwischen der
(hellen) Haut und den (dunklen) pigmentierten Härchen gewährleistet werden.
Nach der Behandlung:
Mehr oder weniger starke Rötung während Stunden oder Tagen. Bei starken Entzündungen wird eine corticoidhaltige Salbe verschrieben.
Risiken:
In sehr seltenen Fällen kann eine Hypo- oder Hyperpigmentierung (fehlende oder zu starke Hautfärbung) als Folge der Verbrennung auftreten.
Kosten:
Variieren je nach Körperregion und Therapeut. Für die Oberlippe ca. CHF 100.- bis 150.- pro Sitzung (insgesamt etwa 6 Sitzungen); für die Bikinizone zwischen CHF 350.- und 500.- pro
Sitzung (insgesamt etwa 4 Sitzungen).
Eine Haut wie mit 20
Sie regen sich über Ihre Fältchen rund um die Augen und den Mund auf? Da kann Ihnen Laser weiterhelfen. Die sogenannten ablativen Laser pulverisieren das Wasser in den Hautzellen. Die
abgestorbenen Zellen werden durch neue ersetzt. Diese Glättung - englisch Resurfacing - kann mit einem Peeling verglichen werden, bei dem Falten und Fältchen, oberflächliche Narben und
andere umwelt- und sonnenbedingte Hautschädigungen abgetragen werden. Bei vollständiger Gesichtsbehandlung erhält man eine Vollnarkose, bei einer Teilbehandlung kann auch eine örtliche
Betäubung ausreichen.
Nach der Behandlung:
Zwei Wochen nach der Behandlung sollten Sie am besten zu Hause bleiben. Während der ersten 24 Stunden sind die Schmerzen stark, das Gesicht ist stark gerötet. Die Rötungen verschwinden
erst nach 3 Monaten. Während dieser Zeit soll die Sonne gemieden werden, weil eine allfällige pigmentierung sehr hartnäckig ist.
Risiken:
Zu starke Verbrennungen mit Narbenbildung. Hyper- oder seltener Hypopigmentierung, bleibende Rötung, Virusinfektion usw.
Kosten:
Ca. CHF 2´500.- für die Oberlippe, CHF 3´500.- bis CHF 5´000.- für die Augen- oder Mundpartie, CHF 5´000.- bis CHF 7´000.- für eine Vollbehandlung des Gesichts. (zuzüglich Klinikaufenthalt
und Narkose).
Gefässfehlbildungen
Rote Flecken, Angiome, Couperose: Diese Hautveränderungen sind auf eine Vermehrung oder Erweiterung der Gefässe in der Lederhaut zurückzuführen. Die Einführung der sogenannten Gefässlaser
hat in diesem Bereich ohne jeden Zweifel zu einer erheblichen Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten geführt. Bei den Angiomen (Feuermalen) ist Laser gar unumgänglich. In diesem Fall wird
die Behandlung von der IV übernommen. Bei der Couperose, einem weitverbreiteten kosmetischen Problem, sind 2-6 Sitzungen erforderlich.
Nach der Behandlung:
Nach der Behandlung mit dem Impulsfarbstoff-Laser ist die Haut während mindestens fünf Tagen gerötet. Der KTP-Laser führt zu einer Rötung und Schwellung während ein bis zwei Tagen. Zur Vermeidung
einer Pigmentierung ist das Sonnenlicht zu meiden.
Risiken:
Pigmentverlust.
Kosten:
Zwischen CHF 300.- und CHF 500.- für eine viertelstündige Sitzung.
Aknenarben
Aknenarben sind immer die Folgen einer besonders schweren Akne. In der Regel sind sie nur schwer zu behandeln, treten jedoch glücklicherweise auch seltener auf, seit es wirksame Aknebehandlungen gibt.
Mit Laser allein sollten Aknenarben nicht behandelt werden. Meist wird damit eine Verbesserung von nur gerade 30% erzielt. Laser wird deshalb eher ergänzend zu anderen chirurgischen Massnahmen eingesetzt.
Damit diese Behandlung überhaupt in Erwägung gezogen werden kann, muss die Akne seit mindestens zwei Jahren behandlungsfrei abgeheilt sein.
Nach der Behandlung:
Verbrennungen und Gesichtsvollbandagen während einer Woche, je nach Verbandstyp gar zwei bis drei Wochen. Das Ergebnis ist erst nach einem Jahr sichtbar.
Risiken:
Hyper- und Hypopigmentierung, Rötungen.
Kosten:
CHF 5´000.-
Unerwünschte Tätowierungen
Mit Laser lassen sich sogar grossflächige Tätowierungen oft restlos beseitigen. Bei mehrfarbigen Tattoos müssen verschiedene Laser zum Einsatz kommen, weil jeder nur eine bestimmte Farbkategorie zu beseitigen
vermag. Schwarz und Rot sind leicht, Grün, Türkis, Gelb und Mischfarben jedoch nur sehr schwer zu entfernen. Das Prinzip ist einfach: Die Pigmente, die unter die Haut appliziert wurden, werden je nach Farbe mit unterschiedlichen
Wellenlängen bombardiert.
Nach der Behandlung:
Es bilden sich Krusten, die nach einer Woche abheilen.
Risiken:
Bei ausreichenden Abständen zwischen den einzelnen Behandlungen sollten keine Narben zurückbleiben.
Kosten:
Hunderte bis Tausende von Franken.
Vorsicht bei Pigmentflecken